In Zürich am 16. März 2018 „Aus der Trickkiste der Kommunikation“
26.11.2017
„Wir lernen immer, auch wenn wir es nicht sollen.“ Dezember Zitat 2018
27.11.2017

Mehr Gehirnzellen vor der Geburt als danach

„In der fötalen Entwicklung gerät das Gehirn des Menschen außer Rand und Band und produziert doppelt so viele Gehirnzellen, wie es später einmal behalten wird. Noch vor der Geburt stirbt die Hälfte dieser Zelle an, weil sie keinen Job finden.“ So schreibt es Ronald Katulak in seinem Buch „Die Reise ins Innere des Gehirns“.

Alles, was das Gehirn zu regulieren hat – Sprache, Emotionen, Lernvorgänge – wird in frühen Entwicklungsstadien geformt, wenn das Gehirn die intensivsten Veränderungen durchläuft. „Nach der Geburt kommt es wie in der fötalen Entwicklung noch einmal zu einem kräftigen Wachstumsschub, wenn das Gehirn in rasender Eile die Verbindungen zwischen seinen Zellen herstellt. Wir haben dann ganze 500 Billionen Verbindungsleitungen zwischen etwa 100 Milliarden Gehirnzellen.

Entscheidend für die Entwicklung des Gehirns ist nach Ansicht von Gehirnforschern die frühzeitige „reichhaltige Umgebung“. In den ersten Lebensjahren kann ein Massensterben von synaptischen Verbindungen stattfinden. Kann, muss aber nicht.  Denn „Billionen von synaptischen Verbindungen, die das große Sterben heil überstehen, verdanken ihr Überleben dem Lernprozess, den ein Kind im ersten Jahrzehnts seines Lebens durchläuft“. (Kotulak, S. 32) Weil so viel Verbindungen gereizt werden wollen, lernen Kinder vor der Purbertät spielend leicht eine Fremdsprache akzentfrei zu beherrschen.

Zwar kommt das Gehirn im Erwachsenenalter zur Ruhe, aber wir bauen bis an unser Lebensende weiterhin synaptische Verbindungen auf, verstärken oder schwächen sie. Je nachdem, wie neugierig, lernfreudig und interessiert wir sind.

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