Prange in pip
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Artikel „Gehirnforschung in der Prophylaxesitzung“
04.07.2017

Einfacher ist besser, kompliziert macht misstrauisch

Wenn wir etwas schwer lesen oder aussprechen können, so werden wir mißtrauisch und skeptisch. Das geht uns bei Medikamenten oder Diagnostikbegriffen so.  Wenn wir ein kompliziertes Wort hören, wird der Sprecher unsympathischer und wir gehen auf Distanz. Psychologen um Prof. Simone Dohle an der Universität Köln haben dies in einer Forschungsarbeit bewiesen. Der sogenannte Verarbeitungsfluss im Gehirn verursacht positive oder negative Gefühle. Wenn eine Information leicht verarbeitet wird, so bewerten wir sie positiver und ebenso die Person, die diesen Inhalt transportiert.

Und noch eine interessante Erkenntnis ist diese: Je komplizierter jemand etwas darstellt, umso weniger intelligent wurde er in den Untersuchungen beurteilt. „Unsere Affekte steuern, wie wir Informationen bewerten“, sagt Frau Dohle. Die besten Gefühle werden bei Patienten erzeugt, wenn der Arzt etwas sehr einfach, kurz und zudem mit leicht verständlichen Bildern darstellt.

Das dürfte einigen Ärzten und Zahnärzten zu denken geben. Mein Tipp: Wenn Du in einem Beratungsgespräch für dumm gehalten werden und Misstrauen bei Deinen Patienten erzeugen möchtest, so benutze komplizierte Worte, rede in Schachtelsätzen und möglichst abstrakt. Verwende auf keinen Fall Bilder.

Spätestens hier darfst Du Dich fragen, ob Deine Patientenberatungen eher Nähe und Vertrauen oder eher Skepsis und Misstrauen erzeugen. Und Du darfst Dich fragen, woran es wohl liegen mag, wenn die Patienten Dich ständig anzweifeln.

 

 

 

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